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Seite geändert am:
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| DIE RUHMREICHEN RÄCHER
#98 |
| WILLIAMS VERLAG |
|
OKTOBER 1978 (58.
PRODUKTION) |
| 32 Seiten |
| Heftpreis 1,50DM |
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| → INHALT |
| → FAZIT |
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| → REDAKTIONELLES |
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RÄCHER #97
←
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RÄCHER #99
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| Hauptserie |
(21 Seiten) |
Zweitserie (2/2,
6 Seiten) |
|
AVENGERS
#99 (05/1972) |
TALES OF SUSPENSE
#85
(01/1967) |
| Titel: |
Titel: |
|
--DEN MACHEN SIE WAHNSINNIG! |
"IM
RACHEN DES TODES!" |
| Originaltitel: |
Originaltitel: |
|
--THEY FIRST MAKE MAD!(1) |
"INTO
THE JAWS OF DEATH" |
| Geschichte: |
Roy Thomas |
Stan Lee |
| Zeichnungen: |
Barry Windsor-Smith |
Gene Colan |
| Tusche: |
Tom
Sutton |
Frank Giacoia |
| Übersetzung: |
? |
? |
| Lettering: |
? |
? |
|
| DRAMATIS PERSONAE |
| AVENGERS |
CAPTAIN AMERICA
♦
HAWKEYE
♦
HERCULES
♦
IRON MAN
QUICKSILVER
♦
SCARLET WITCH
♦
THOR
♦
VISION |
| SONSTIGE HELDEN |
| KEINE |
| BÖSEWICHTE |
|
BIA
♦
KRATOS |
| NEBENCHARAKTERE |
|
EDWIN JARVIS
♦
RICK JONES
♦
RUDOLFO's TRAVELLING CARNIVAL |
| CAMEO-AUFTRITT |
|
ANT-MAN
♦
BLACK PANTHER
♦
GUARDSMAN (Kevin O'Brien)
|
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| INHALT |
Mit einer etwas drastischen (und untauglichen) Methode
versuchen die Rächer (namentlich Thor) Herkules' Amnesie zu
heilen
COMIC, lassen
aber glücklicherweise alsbald von dieser
Prozedur
ab. Statt dessen berichtet nun Falkenauge, wie er den
Skrulls entkommen konnte und schließlich auf den Olympier traf:
RÜCKBLENDE
Ohne Hank Pyms Serum
kräftelos, aber
keineswegs
wehrlos, und mit
reichlich
Glück
gesegnet gelang es dem ehemaligen
Goliath die Gefahr für die Erde zu bannen und dem von ihm
ausgelösten
Inferno
zu entkommen.
Eine (glückliche)
Bruchlandung später
fand sich Falkenauge heil auf Mutter Erde wieder -- umringt von
einigen skurrilen, aber wohlmeinenden, fahrenden
Schaustellern, die ihm
eine
Mitfahrgelegenheit
gaben. Auf der gefährlichen Fahrt kam es zu einem
Unfall und ein Gaukler namens
Herkules rettete dem
Bogenschützen den
Hintern: Falkenauge erkannte in
ihm den (amnesiekranken)
Rächer Herkules und
mit Tony Starks Unterstützung waren die beiden Rächer alsbald auf
dem
Heimweg.
Falkenauges Bericht bringt also keine Aufklärung in Herkules'
Mysterium, wie auch die anschließende, weniger invasive
Befragungsmethode
nicht -- als buchstäblich aus dem
Nichts die beiden
(scheinbar unbekannten(2))
Olympier Kratos und Bia auftauchen und keinen Zweifel an ihrer
unfreundlichen
Absicht aufkommen lassen: Herkules zu ihrem Herrn und
Meister Ares zu
bringen!
Die nachfolgende Auseinandersetzung wird mit
vereinten Kräften und
harten
Bandagen ausgetragen
und nimmt das bessere Ende für... die
Olympier!!
Die
Helden
sind
blessiert und keinen
Deut
weiser - was bleibt da
noch übrig außer: Auf, auf zum
OLYMPUS!!
___ (1) Niemals nicht gingen Roy
Thomas die klassischen Inspirationen aus: "WHOM THE GODS WOULD
DESTROY--THEY FIRST MAKE MAD!" --
zitiert
William Anderson Scott (Wikipedia).
(2) Thors/Caps Unvertrautheit mit
den beiden Olympiern sei "entschuldigt" - zwar traten
Kratos (Wikipedia) und
Bia
bereits in
Avengers #50
in
Erscheinung,
aber damals glänzten Thor und Cap mit Abwesenheit.
Davon abgesehen sind die beiden streng genommen keine
Olympier, sondern nachrangige Gottheiten, und obendrein ist Bia (Personifikation
der Kraft und Gewalt
Wikipedia)
kein Gott, sondern eine Göttin. Erstaunlich *hüstl* modern die alten
Griechen, sie waren. Unwahrscheinlich, daß der vielbelesene Roy
Thomas das nicht wußte -- hingegen wußte er zweifelsohne, was in
dieser
Geschichte
besser (glaubwürdiger) funktioniert, nämlich eine typische
Männerrolle auch mit einer männlichen Person zu besetzen... |
|
FAZIT
 |
Die Geschichte beginnt einmal mehr mit
einer für Roy
Thomas typischen, 8-seitigen Rückblende, in der der
Autor ausführlich von Hawkeyes Schicksal im Kree-Skrull-Krieg
erzählt,
wie er sich - ohne Superkräfte - mit Müh und Not gegen die
Skrulls behaupten und schließlich zur Erde retten
konnte, wo er bei
Rudolfos Schaustellertruppe
unerwartet auf den Olympier Hercules (Rudolfo hatte den
Halbgott in
Griechenland
aufgegabelt) traf - der seiner Erinnerungen beraubt einen
verwirrten
Eindruck machte. Das verbraucht viel Raum in der Erzählung, 1/3 der
Geschichte, aber es gab bezüglich Hawkeye auch einiges zu berichten
und aufzuklären, von Hercules' unvermitteltem
Überraschungsauftritt mal ganz zu schweigen. Vor allem
wollte/will man als Leser natürlich - endlich -
erfahren, wie es Hawkeye am Ende der Kree/Skrull-Saga ergangen war und zumindest das wußte/weiß man nun.
Einen zweiten (kleineren) Schwerpunkt nimmt die Romanze
zwischen Wanda und Vision ein, die mal wieder Fahrt aufnahm,
inklusive unzweideutiger, aber irregeleiteter
Absichtserklärung
unseres ewig ungestümen Bogenschützen, eindeutiger
"Beichte" Wandas und
kaum verhohlener
Zuneigung Visions, nur
um sie umgehend wieder
auszubremsen -- Roy Thomas hatte es wirklich
nicht eilig, die beiden unter die Haube zu bringen und
allmählich konnte man sich schon fragen, ob er das überhaupt
plante(1).
Diesmal inkte
Tom Sutton
(seine einzige Tusch-Arbeit bei den Avengers) Windsor-Smiths
Zeichnungen und der Unterschied ist relativ deutlich zu sehen. Wo Sal Buscema (im letzten Abenteuer) die (Vor-)Arbeit von
Windsor-Smith etwas "abmilderte" (näher am marvelschen
Basis-Stil á la John Romita sr. orientiert), hielt Tom Sutton
sich hier zurück - der typische Windsor-Smith-Stil
(mitunter auch etwas grobschlächtig/ungelenk wirkend)
kommt hier stärker zur Geltung. Richtig schlecht finde ich beide
Arbeiten
nicht (richtig gut allerdings auch nicht) und was man letztlich
besser findet, ist wie
immer Geschmackssache; hübscher aussehen tut's bei
Windsor-Smith/Buscema, individueller ist aber definitiv die
Arbeit des Teams Windsor-Smith/Sutton (Vergleichsbeispiel).
Nüchtern betrachtet handelt es sich also um eine reichlich
generisch geratene Thomas-Geschichte, typischer Storyaufbau,
altbekanntes Strickmuster - wie immer gut geschrieben, aber
eben nichts Besonderes. Des Meisterautoren Zeit bei den
Avengers neigte sich rapide dem Ende zu(2) und seine letzten
Geschichten spiegeln dies in gewisser Weise wieder.
Bessere Zeichnungen hätten meine Wertung durchaus anheben können, aber
so reicht es diesmal nur für 2Ws....
Trivia Ein Angestellter von Tony Stark namens
Kevin O'Brien
(alias
Guardsman, gestorben in
Iron Man #46, 05/1972)
nimmt Hawkeyes Anruf (aus Belgrad, bis dorthin war der
Bogenschütze mit den Schaustellern gereist) entgegen und
verspricht rasche
Hilfe zu schicken. So weit, so gut -- aber ob
in der deutschen Redaktion wirklich noch jemand daran glaubte, daß
Iron Man #46 jemals bei
Williams
veröffentlicht werden würde? Das darf wohl bezweifelt
werden....
___ (1) Vermutlich schon.
Allerdings wäre es wohl noch länger so weitergegangen, denn Roy
Thomas schrieb in seinem Vorwort zu
Marvel Masterworks Avengers #11:
"... with no particular vision of where that... relationship
might lead ... after all, I had plenty of issues to think about
that, right?"(2) Tatsächlich umsetzen sollte es dann Roy Thomas' Nachfolger
Steve Englehart:
Englehart machte zunächst noch drei
Geschichten lang so weiter, wie Thomas aufgehört hatte...,
Avengers #105 =>
Seite 19
(11/1972 - erste Englehart-Story)
... dann aber (endlich) Nägel mit
Köpfen.
Avengers #108 =>
Seite 20
(02/1973)
Eigentlich waren es sogar nur zwei
Ausgaben, denn Avengers #106/107 waren "fill-in-stories"
(in denen die Romanze praktisch nicht thematisiert wird),
wie Steve Englehart in einem zweiten
Vorwort von
MMW Avengers #11
schrieb:
"#106 & #107--Comics is a periodic
medium, with, in most cases, a new issue due every month. But
now and again a new issue can't be completed in time. To guard
against having to go with a reprint, there are inventory
stories: complete standalones that can rest quietly in a drawer
until called upon to save the day.
...
The story [Anmerkung:
Avengers #106/107] was pulled from
the drawer and handed to me, with instructions to use it in
either Avengers or Cap (which I was also writing). I had done
my '1950s Captain America' epic with reprints from actual '50s
Cap stories framed by a current story, so I didn't want to go
there again in that book. Thus, Avengers."
Und trotzdem wußte (auch) Steve
Englehart nicht so recht, wohin er die Romanze weiter
entwickeln sollte. Zwar waren Vision und Wanda nun ein Paar,
aber es blieb "schwierig" -- und so dauerte es nochmals
drei
Jahre bis es (so, wie
es sich für anständige Rächer gehört...) schließlich zur Hochzeit zwischen Wanda und Vision
kam (in
Giant-Size Avengers #4,
06/1975): "As far as the
Vision goes...the Vision was created, as far as I could
determine from talking with Roy, to be Marvel's Mr. Spock. He
was going to be the mysterious guy that everybody fell in love
with. The sort of untouchable but super man. And he was an
excellent character under that conception ... and then Roy
started that trip of Wanda and the Vision together. He started
it and then he got off the book and I was left with it and that
was one of the things that really stymied me. I didn't know
where to got with it. I was trying to go where he was going but
there was really no place to go with it.
. . .
But I think that the reason I got
them married in the first place is because they're real good
for each other, just the characters as established. She's very
understanding with a guy like him.
. . .
And he digs her and I think they
make a good couple and that's sort of where the whole overall
thrust of the thing is now." Aus: Steve
Englehart-Interview in
FOOM #12
(12/1975)
(2) Wußte Roy Thomas dies zu
diesem Zeitpunkt bereits? Anscheinend nicht, denn er selbst
schrieb: "At the time, after some 66 issues plus a
couple of specials, I probably figured I'd be around for #200,
eight years down the line. As it turned out, the Kree-Skrull
and Olympus-Asgard wars had pretty much shot my wad. After a
mere four additional issues, for a total of seventy, I would
turn 'Some of Earth's Mightiest Heroes' over to other capable
hands." Aus: Vorwort von Roy
Thomas
in
Marvel Masterworks Avengers #10
"...it's sort
of interesting to see my 70-straight-issues run on The Avengers
come to an abrupt end, even at the distance of nearly four
decades. I say 'abrupt' because, when I wrote the quartet of
issues that begin this volume [Anmerkung: gemeint sind
Avengers #101-104] ... I had no idea
I was about to end that tenure. I'd been authoring Avengers for
going on six years and saw no reason to believe I wouldn't do
so for another six.
. . .
...around the time I was writing
Avengers #103, Stan Lee informed me that ... he was becoming
Marvel's president and publisher, as well as 'editorial
director'. So I was to be kicked up to ... 'editor-in-chief'
... [and] ... that meant I'd have to start coming in to the
office five days a week again, instead of the two or three I'd
been happily managing for the past half decade. And that meant
something was going to have to give, in terms of my writing
assignments.
. . .
Conan the Barbarian ... Savage Tales
... [and] ... I had just then taken over the writing reins of
Fantastic Four...so maybe I also felt in part that, after
nearly four-score Avengers issues, it was time to move on."
Aus: Vorwort von Roy Thomas in
Marvel Masterworks Avengers #11 |
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Zeichnung aus:
FOOM #12
(Zeichner nicht angegeben) |
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| REDAKTIONELLES |
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Dieselben Inhalte wie in Rächer #97. |
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30.01.2026 |
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REZENSION
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